Männerchor Sächsische Schweiz

 

 

 

Chor des Sächsischen Bergsteigerbundes

Männerchor Sächsische Schweiz
Montag 25 September 2017

Created jtemplate joomla templates

Mittwoch, 17. Mai 2017
(Sächsische Zeitung)
Von Peter Salzmann
 

Der Männerchor Sächsische Schweiz feiert Geburtstag. Am Sonnabend gibt er ein Konzert hoch über der Elbe.

Sächsische Schweiz. Das Motto ist Programm: „Hoch über dem Elbtal erschallet Gesang“ heißt das Konzert, mit dem der Männerchor Sächsische Schweiz am 20. Mai sein 40-jähriges Jubiläum feiert. In der Kirche zu Königstein präsentieren die Sänger die schönsten Lieder aus 290 Repertoire-Titeln. Chorleiter Uli Schlögel, seit 1988 Künstlerischer Leiter, nennt unter anderem den Bergchoral „Mnogaja Leta“ und das legendäre „La Montanara“. Holzbläser der Dresdner Philharmonie, das Vokaltrio „Delectata Musica“ und Moderator Albrecht Gühne werden das Programm bereichern.

Die Barbarine im Logo, mit dem Herzen heimatverbunden: Der Männerchor erfreut sich nicht nur im Landkreis großer Beliebtheit. Das Sängerheim in Papstdorf schmücken Souvenirs und Bilder, die einen Einblick in Chorinterna geben. Vorsitzender Peter Seifert verweist mit Stolz auf eine Urkunde, die die „Papstdorfer“ berechtigt, einer von drei Chören des Sächsischen Bergsteiger-Bundes zu sein. Interessant ist eine Holzplastik von 1976, die dem 80. Geburtstag des damaligen Männerchores Pfaffendorf gewidmet ist, einer von zwei Gesangvereinen, die 1977 von Siegfried Richter zusammengeschlossen wurden, bevor 1990 erstmals der Name Männerchor Sächsische Schweiz in der Öffentlichkeit genannt wurde.

Seither ging es bergauf: Etwa 45 aktive Sänger treffen sich montags 19 bis 21 Uhr im Papstdorfer Sängerheim zur Probe. Mit 89 Jahren ist Gerhard Surma der Methusalem, Eike Ruddigkeit mit 39 Lenzen der Jüngste. „Der Chor hat sich personell und künstlerisch positiv entwickelt“, freut sich Dirigent Uli Schlögel, dem Karsten Fischer zur Seite steht. Schlögel, der 15 Kompositionen und Arrangements beigesteuert hat, sorgt sich dennoch. Denn der Nachwuchs fehlt, damit die Lieder der Berge auch künftig hoch über dem Elbtal von der Schönheit des Felsareals künden.

Schriftführer Winfried Ahlendorf hat die Höhepunkte des Chorlebens aufgeschrieben. Konzerte in Slowenien, Italien, Österreich und Tschechien stehen ebenso zu Buche wie in vielen Orten Deutschlands. Ihm sind Auftritte in der Basilika Gößweinstein und im Magdeburger Dom in bester Erinnerung geblieben. Nicht minder die gemeinsamen Konzerte mit den Dresdner Bergfinken, dem Bergsteigerchor Sebnitz und dem Sächsischen Bergsteigerchor „Kurt Schlosser“ Dresden. Peter Seifert nennt unterdessen den Auftritt im Salzburger Dom ein besonderes Erlebnis.

Besinnliche Idylle

Der Männerchor Sächsische Schweiz mehrt seine Tradition ständig. Dazu gehören alljährlich das Abendsingen in Papstdorf, das Bergkonzert am Pfaffenstein und die Weihnachtskonzerte in der heimischen Kirche. Die Gipfel mögen schweigen, doch sie sind nicht stumm. Deshalb künden die Lieder der Berge von besinnlicher Idylle, von Natur, Freunden und Frieden. Sie vermitteln Gefühle des kleinen Glücks. Grelle Farben findet man nicht, schrillen Rummel auch nicht. Wer solche Stimmung in schöne Töne setzt und herzliche Worte findet, muss von der Bergnatur fasziniert sein. Nicht umsonst singt der Männerchor Sächsische Schweiz in einer Komposition von Kantor Wolfgang Sasek: „Ewig bin ich dir verschrieben, Elbgebirge, Heimat mein ...“