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Weihnachten in der Papstdorfer Kirche |
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Geschrieben von Administrator
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Mittwoch, 7. Dezember 2011 |
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Mittwoch, 7. Dezember 2011 (Sächsische Zeitung) In der Papstdorfer Kirche wird Weihnachten eingeläutet
Für Chorleiter Ulrich Schlögel ist ein gelungenes Weihnachtsfest natürlich mit Musik verbunden – und zwar mit der eigenen.Seit 1988 leite ich nun den Männerchor „Sächsische Schweiz“. Viel haben wir seitdem miteinander erlebt. Doch über die Jahre hinweg waren unsere Weihnachtskonzerte in der Papstdorfer Kirche für mich immer ein besonderer Höhepunkt.
Bereits Ende August, spätestens Anfang September beginne ich zusammen mit meinen 50 Sängern mit den Vorbereitungen. Zunächst erstellen wir das Programm, und kurze Zeit später starten dann auch schon die ersten Proben. Erst mal zaghaft, denn wir wollen ja nicht gleich mit einem Mal nur noch Weihnachtslieder singen. Meistens ist es um diese Zeit draußen noch relativ warm und man denkt an alles, aber nicht an den Winter oder gar Weihnachten.
Aber ab einem gewissen Punkt macht uns diese ausgedehnte Vorweihnachtszeit auch Spaß. Es ist wie eine Art vorzeitiger Advent. Ich sehe, wie die Titel im Laufe der Wochen immer besser werden und die Sänger langsam Gefallen an den einzelnen Stücken finden.
Nach dem Bergsingen im Oktober gehen wir dann quasi in die heiße Probenphase. Dann singen wir verstärkt die Weihnachtslieder für das Konzert.
Wenn es dann Dezember wird und das Weihnachtskonzert immer näher rückt, stellt sich nochmals eine ganz besondere Vorfreude ein. Die spätbarocke Kirche in Papstdorf hat etwas anheimelndes an sich, wie sie auf einer kleinen Anhöhe über den Ort wacht. Vor allem der schlichte Innenraum überrascht, wenn er weihnachtlich geschmückt ist. Die Kirchenbänke, die Emporenbrüstungen und der Kanzelaltar vermitteln eine beinahe wohnliche Atmosphäre, was dem ganzen Konzert eine ganz eigene Intimität verleiht.
Meist ist die Kirche voll besetzt zu den beiden Konzerten. Viele Besucher machen im Vorfeld noch eine kleine Wanderung, zum Beispiel um den Papststein, und kommen im Anschluss daran zum Konzert. Oftmals kommt die ganze Familie. Auch meine Familie ist immer mit dabei. Wenn dann das Orgelvorspiel losgeht, der Kinderchor einzieht und anfängt, zusammen mit den Konzertbesuchern zu singen, denke ich auch nach zwanzig Weihnachtskonzerten noch immer: „Jetzt ist Weihnachten eingeläutet!“ Das ganze Konzert an sich ist ein sehr intensives Erlebnis für mich. Es ist einfach ein Konzert, das über anderthalb Stunden in sich stimmig ist.
Das gesamte Konzert wird nur einmal kurz unterbrochen, wenn Pfarrer Albrecht Gühne eine kleine Andacht hält. Für die Besucher ist dieser Moment eine gedankliche Meditation, die Christen und Nichtchristen zum Nachdenken bringen soll.
Außerdem wird es nie langweilig, da wir jedes Jahr andere Partnerchöre zu unserem Weihnachtskonzert einladen. In diesem Jahr ist es der Chor „Neuer Liederkranz“ 1993 Bad Schandau und Umgebung. Letztes Jahr wurden wir zum Beispiel von einem Orchester begleitet. Das war ein ganz besonderes Erlebnis zum 20. Geburtstag des Weihnachtskonzertes.
Wenn dann am Ende „O du fröhliche“ erklingt, haben sich die ganze Vorbereitung und der ganze Stress gelohnt. Für unseren Chor und auch die Besucher ist das Weihnachtskonzert in Papstdorf nicht mehr nur irgendein Konzert. Wir arbeiten konkret darauf hin. Wenn dann alles stimmig ist und das Publikum mit uns zusammen singt, ist das ein unbeschreibliches Erlebnis. Dann kann Weihnachten endlich beginnen.
Ulrich Schlögel ist Direktor des Ferdinand-Sauerbruch-Gymnasiums in Großröhrsdorf.
In seiner Freizeit leitet er unter anderem den Männerchor „Sächsische Schweiz“.
Notiert von Katja Schlenker.
Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung, 07.12.2011
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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 13. Dezember 2011 )
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